hat bereits während seines Medizinstudiums an der Humboldt Universität zu Berlin begonnen, sich mit wissenschaftlichen Fragestellung bei der ALS zu beschäftigen. Es ging um Ausbreitungsmuster der Lähmungen bei der ALS. 1992 besuchte er erstmalig ein spezialisiertes ALS-Zentrum, das in den USA (San Francisco) einen multiprofessionellen und integrativen Ansatz verfolgte.

In den Jahren 1993 bis 1996 arbeitete er auf dem Gebiet der molekulargenetischen Grundlagen der ALS in der Mount Sinai Medical School in New York (1993/1994) und dem Max-Delbrück-Centrum für molekulare Genetik in Berlin (1995 bis 1996). 1997 bis Ende 2001 ging er an die Universitätsklinik Ulm, um die molekulargenetischen Arbeiten bei der ALS fortzusetzen. Weiterhin arbeitete er in Ulm in der Krankenversorgung und Diagnostik neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Im Jahr 2001 erwarb er die Lehrbefugnis für das Fach Neurologie (Habilitation).

Zum Januar 2002 kehrte er nach Berlin zurück und baute am Campus Virchow-Klinikum der Charité eine ALS-Ambulanz auf. Seit 2003 entwickelte er die ALS-Sprechstunde zu einem Zentrum für klinische Studien bei der ALS – mit einer deutlichen Zunahme der betreuten Patientinnen und Patienten. Dabei baute er ein wachsendes ALS-Team auf. Von 2003 bis 2015 wurden unter seiner Leitung mehr als 10 klinische Studien in Kooperation mit der forschenden Arzneimittelindustrie, anderen Universitätskliniken oder durch eigene Initiative realisiert.

Im Jahr 2007 wurde neben der klinischen Forschung ein weiterer Themenschwerpunkt entwickelt: Die Nutzung von Telemedizin und Internettechnologien zur Unterstützung der ambulanten Versorgung bei der ALS. Im April 2014 gründete er gemeinsam mit dem Neurologen Prof. Dr. Christoph Münch das Versorgungsnetzwerk „AmbulanzPartner“.

Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind: Die optimale Bereitstellung und Nutzung von gegenwärtigen Behandlungsmethoden für Menschen mit ALS („Managed Care“), die Weiterentwicklung und Schaffung neuer Versorgungsformen (Versorgungsforschung) und Durchführung klinischer Studien zur Identifizierung neuer Medikamente und Therapieansätze bei der ALS (klinische Forschung). Die ALS-Grundlagenforschung fördert er durch Kooperationen innerhalb der Charité und nationalen und europäischen Kooperationspartnern.

Telefon:+49 (0)30 450 560132

E-Mail:thomas.meyer@charite.de