Erhöhte ALS-Häufigkeit bei Soldaten des Golfkrieges.

Eine umfangreiche statistische Analyse unter 696.000 US-Soldaten des 1. Golfkrieges erbrachte den Nachweis von 40 ALS-Erkrankungen seit August 1990. Die Erkrankungshäufigkeit von 3,6 ALS-Patienten/100.000 Personen in dieser Gruppe ist im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von US-Militärangehörigen ohne Einsatz im Golfgebiet (1,4 ALS-Erkrankungen/100.000 Personen) signifikant erhöht. Die Ergebnisse dieser Studie wurde in einer neurologischen Fachzeitschrift publiziert: Neurology 2003; 61:742-49. Das Ergebnis der epidemiologischen Studie unterstützt das Ursachenkonzept der ALS, das von einer komplexen Erkrankung mit dem Zusammenwirken von zahlreichen genetischen, exogenen und stochastischen Faktoren ausgeht.