Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie

561px-Massage-hand-4Im Verlauf der ALS werden verschiedene Maßnahmen der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie (Heilmittel) notwendig. Durch die relative Seltenheit der Erkrankung haben nicht alle therapeutischen Praxen eine umfangreiche Erfahrung bei der Behandlung von ALS-Patienten. So können Unsicherheiten auf Seite der Patienten, aber auch bei Therapeuten entstehen, welche Behandlung bei der ALS geeignet oder nachteilhaft ist. Daher ist die Versorgung in spezialisierten Therapiezentren sinnvoll, die über ausreichende Erfahrungen mit der Behandlung von ALS-Patienten oder anderer chronischer neurologischer Erkrankungen verfügen (Schlaganfall, Parkinson-Erkrankung, Multiple Sklerose u. a.).

Die Koordination der Versorgung mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie wird von AmbulanzPartner in Berlin und den angrenzenden Regionen des Landes Brandenburg angeboten. Hier konnten mehr als 100 Therapiezentren vernetzt werden, die Erfahrungen in der ALS-Behandlung aufweisen oder an einer Einarbeitung in die ALS-Thematik interessiert sind. Darüber hinaus ist ein ALS-Therapienetzwerk in Hamburg und im Ruhrgebiet im Aufbau. Diese Spezialisierung ist vor allem in Ballungsräumen realistisch, sodass die derzeitige Netzwerkentwicklung auf Berlin, Hamburg und das Ruhrgebiet konzentriert ist.

Der Versorgungsablauf für Therapien gestaltet sich bei AmbulanzPartner die folgt: Der Arzt oder die Ärztin einer ALS-Ambulanz stellt die Indikation für eine Physiotherapie (oder Ergotherapie, oder Logopädie) und legt die Häufigkeit und Anzahl der Therapieeinheiten fest. In der Regelversorgung würde der Patient mit der Suche einer geeigneten Therapiepraxis beschäftigt sein. An dieser Stelle bietet das AP-Versorgungsnetzwerk eine Unterstützung an. Anstelle einer eigenen Suche übernimmt eine Koordinatorin das Fallmanagement, bei dem in Abhängigkeit vom Wohnort, der Notwendigkeit eines Hausbesuches, der Therapieform und therapeutischen Häufigkeit eine geeignete Therapiepraxis identifiziert und angesprochen wird. Der weitere Austausch zwischen der Therapiepraxis und der ALS-Ambulanz wird vereinfacht und verbessert: Die Therapiepraxen fordern auf dem AP-Internetportal elektronisch die weiteren Verordnungen an. Die frühere Beauftragung der Patienten, die Verordnungen zu besorgen, entfällt. Auf Seiten des Patienten verbleibt lediglich die Notwendigkeit, die Chipkarte und den Überweisungsschein einmal pro Quartal in der ALS-Ambulanz beizubringen.

Durch die digitale Anforderung von Nachfolgeverordnungen entfallen die bisher üblichen Telefonate, Faxe oder Briefe. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sämtliche Rezept- und Verordnungsanforderungen durch eine AmbulanzPartner-Koordinatorin auf formale Korrektheit und Übereinstimmung mit den Anforderungen des Heilmittelkataloges überprüft wird. Damit wird die Häufigkeit von Korrekturen und erneuten Ausstellungen von Heilmittelverordnungen deutlich reduziert. Die Verminderung von „Papierarbeit“ und Organisationsaufwand ist vorteilhaft für alle Beteiligten: Patienten, Angehörige, Ärzte und Therapiepraxen.

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