Weniger als 5% der ALS-Patienten haben Hinweise auf eine erbliche (familiäre) Form der ALS (FALS). Gleichzeitig besteht in mehr als 95% der Fälle für die Familienangehörigen kein erhöhtes Risiko einer ALS im Vergleich zur Normalbevölkerung.

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Das wesentliche Kennzeichen, ob eine FALS vorliegt, ist die Krankengeschichte (Anamnese) anderer Familienmitglieder. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, ob der Vater oder die Mutter des Patienten sowie die Geschwister der Eltern und des Betroffenen an ALS erkrankt waren oder sind. Bei einer Familiengeschichte ohne Hinweis auf eine ALS ist von einer nichterblichen Form der ALS auszugehen. Eine genetische Testung eines erblichen Risikos steht für die große Mehrheit der Patienten nicht zur Verfügung.

Nur im Fall einer FALS ist prinzipiell eine genetische Untersuchung eines sogenannten ALS-Gens mit großen Einschränkungen möglich.

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