Mit Spannung wird die Entscheidung des DZNE-Senats zur Vergabe eines neuen Standortes der Forschungseinrichtung am 22.06.2011 erwartet. Die Ministerin des Bundesministeriumsfür Bildung und Forschung (BMBF), Annette Schavan, hatte anlässlich einer „Kleinen Anfrage“ der SPD-Bundestagsfraktioneine stärkere Förderung der ALS-Forschung in Aussicht gestellt. Das DZNE wurde im Jahr 2009 als ein Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentrengegründet und an verschiedenen Forschungsstandorten in Deutschland etabliert. Bisher war die ALS-Forschung in den Strukturen des  DZNE nicht vertreten. Die „Initiative Therapieforschung ALS“ und die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) sind um eine angemessene Vertretung der ALS-Forschungsthemen im DZNE besorgt. Unter der Internetseite www.stop-als.de fordern die Patientenorganisationen den DZNE-Senat auf, einen Standort zu benennen, an dem ALS-Forschung klinisch und wissenschaftlich vertreten ist. Die Charité gehört zu den aussichtsreichen Kandidaten im Bewerbungsprozess der DZNE-Standortvergabe. Erst nach einer Grundsatzentscheidung des DZNE-Senats in der Standortfrage wird in einem zweiten Schritt die wissenschaftspolitische Ausrichtung der Forschungsaktivitäten konkretisiert. Mit der Konkretisierung wird festgelegt, in welchem Umfang Finanzmittel und Strukturen für die ALS-Forschung bereitgestellt werden. Die „Initiative Therapieforschung ALS“ trägt dazu bei, die Interessen der ALS-Betroffenen in der forschungspolitischen Landschaft zu vertreten und Einrichtungen mit einem ALS-Schwerpunkt auf diesem Weg zu stärken.