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Abschluss des 20. International Meeting on ALS/MND in Berlin durch Prof. Dr. Thomas Meyer, Charité Berlin.

Therapiestudien

Studie GA-201

Am 13.03.2008 veröffentlichte das israelische Arzneimittelunternehmen TEVA Pharmaceutical Industries Ltd. die Ergebnisse einer globalen Phase II-Studie mit Glatirameracetat bei der ALS. Die ALS-Ambulanz in Berlin hat neben zwei weiteren Zentren in Deutschland ebenfalls an dieser Studie teilgenommen. Die Studienergebnisse zeigen, dass Glatirameracetat (GA) in einer Dosis von  40 mg/Tag als sicher und gut verträglich einzuschätzen ist, jedoch leider keinen positiven Effekt auf den ALS-Krankheitsverlauf aufweist. An der placebo-kontrollierten Studie hatten 13 Zentren in Deutschland, Israel, Belgien, Frankreich, Italien und Großbritannien mit insgesamt 366 ALS-Patienten teilgenommen. Der primäre Studienendpunkt war der ALS-Schweregrad (ALS-FRS-R). Ein weiteres Untersuchungsziel war die Ermittlung des Überlebens mit GA im Vergleich zur Placebo-Behandlung. Im Ergebnis der Studie ist festzustellen, dass GA keine hinreichende Effektivität zur Behandlung der ALS aufweist.

Die klinische Studie GA-201 wurde in den Jahren 2006 bis 2008 durchgeführt. GA ist ein synthetisches Eiweiß, das eine Veränderung des menschlichen Immunsystems bewirkt. Das Medikament ist seit mehr als 10 Jahren bei Patienten mit schubförmiger MS im klinischen Einsatz. Das Medikament wurde in Form einer täglichen Injektion unter die Haut appliziert. Tierexperimentelle Studien konnten zuvor einen positiven Effekt von GA auf den Krankheitsverlauf des SOD1-Mausmodells bei der ALS zeigen. Die wissenschaftliche Rationale für  den Einsatz eines immunmodulatorischen Medikamentes bei der ALS waren zunehmende Hinweise auf entzündliche Reaktionen im Umfeld der motorischen Nervenzellen.

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