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Abschluss des 20. International Meeting on ALS/MND in Berlin durch Prof. Dr. Thomas Meyer, Charité Berlin.

Die Rolle des Tau-Gens

Tau ist ein Einweiß mit einer physiologischen Bedeutung für die Transportvorgänge einer Zelle. Dabei ist Tau am gerüstartigen Aufbau der Nervenzelle (Zytoskelett) und den Transportvorgängen von Zellbestandteilen (axonaler Transport) wesentlich beteiligt.

Eine Funktionsstörung von Tau ist bei einer Reihe verschiedener neurogenerativer Erkrankungen zum Beispiel der Alzheimer-Krankheit beschrieben worden. Auf Grund einer offensichtlich grundsätzlichen Bedeutung von Tau für die Lebensfähigkeit von Nervenzellen untersuchen wir jetzt bei der ALS die genetische Variabilität des Tau-Gens. Dabei analysieren wir, ob bestimmte Gensequenzen des Tau-Gens (Polymorphismen) überdurchschnittlich häufig bei der ALS vor- liegen. Diese Information bringt Aufschluss, ob die genannten Gen-Varianten von Tau als Risikofaktor der ALS zu betrachten sind. Dieses Vorhaben ist Bestandteil eines Gesamtkonzeptes, in dem verschiedene genetische Risikofaktoren vor allem der nichtfamiliären Form der ALS erfasst werden sollen.

Diese Informationen sind möglicherweise für die Risiko- und Prognoseabschätzung, aber auch für die Aufklärung der Krankheitsursache der ALS von Bedeutung.

Einverständnis-Erklärung

 
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