Abschluss des 20. International Meeting on ALS/MND in Berlin durch Prof. Dr. Thomas Meyer, Charité Berlin.
Ein sehr wichtiges Ziel der ALS-Forschung ist die Identifizierung eines geeigneten Markers für den Nervenzelluntergang. Die klinische Symptomatik bei Beginn der ALS ist unterschiedlich und lässt für sich genommen keine Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf zu. Wir untersuchen derzeit ein Eiweiß im Serum von ALS-Patienten, das den Untergang von Nervenzellen bei der Mehrzahl der Patienten anzeigt. Eine längerfristige Auswertung dieser Diagnostik wird zeigen, ob diese Diagnostik als Hilfe für die klinische Prognosestellung bei ALS-Patienten geeignet ist. Eine weitere sehr spannende Frage ist, ob sich therapeutische Effekte durch etablierte (Rilutek) oder in Entwicklung befindliche Medikamente sich nachweisen und abbilden lassen. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wird bei Einverständnis zu jedem Wiedervorstellungstermin die entsprechende Blutuntersuchung durchgeführt. Diese Diagnostik erfolgt dann im Zusammenhang mit der regulären Labordiagnostik, die durch Einnahme von Riluzol erforderlich ist.