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Abschluss des 20. International Meeting on ALS/MND in Berlin durch Prof. Dr. Thomas Meyer, Charité Berlin.

Glutamatvermittelte Nervenzellschädigung

Glutamat ist der hauptsächliche erregende (exzitatorische) Botenstoff (Neurotransmitter) im Zentralnervensystem. Während der normalen Signalübertragung zwischen Nervenzellen (Neuronen) wird Glutamat von bestimmten Nervenzellen freigesetzt. Glutamat bindet an Empfängerstrukturen (Glutamatrezeptoren) von benachbarten Neuronen und bewirken damit eine Weiterleitung von Signalen im ZNS. Das Glutamatsignal wird sehr schnell beendet, indem Glutamat durch spezifische Transporteiweiße (Glutamattransporter) in Stütz- (Glia-) und Nervenzellen zurücktransportiert wird.

Unter bestimmten Umständen, wie z.B. durch den Verlust von Glutamat-Aufnahmeproteinen oder durch unkontrollierte Glutamatfreisetzung, kann es jedoch zu hohen Glutamatkonzentrationen im synaptischen Spalt kommen, die einen neurotoxischen Prozess auslösen.

Wir beschäftigen uns seit 1993 mit Grundlagen der Genregulation von Glutamattransportern bei Patienten mit ALS sowie bei gentechnisch hergestellten Modellen der ALS (SOD1-Mausmodell der familiären ALS).

 
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