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Abschluss des 20. International Meeting on ALS/MND in Berlin durch Prof. Dr. Thomas Meyer, Charité Berlin.

Was unterstützt Air Berlin?

Air Berlin engagiert sich als Partner der Charité im Kampf gegen die ALS. Während der Benefizveranstaltung „Charity for Charité“ am 03.04.2008 im Berlin Marriott Hotel gab Joachim Hunold, Chef der Air Berlin, die Gründung des Air Berlin-Fonds für ALS-Therapieforschung bekannt.

Durch den Fond erhält die ALS-Ambulanz der Charité jährlich 100.000€. Für Joachim Hunold war die persönliche Bekanntschaft mit dem Künstler Jörg Immendorff ein Anlass, die ALS-Ambulanz der Charité zu unterstützen. Jörg Immendorff ist 2007 an den Folgen der ALS verstorben und war zuvor an der Charité in Betreuung. Joachim Hunold erklärt seine Motivation für die Schaffung des Air Berlin-Fonds: „Der Tod meines Freundes Jörg Immendorff hat mich sehr erschüttert. Sein Vermächtnis lebt jedoch weiter.“

Der Air Berlin-Fonds ist zunächst für eine Laufzeit von 5 Jahren vorgesehen. Mit dieser Finanzierung werden 3 Schwerpunkte der ALS-Therapieforschung gefördert, für die keine hinreichende staatliche Unterstützung möglich ist.  

1. Identifizierung neuer Medikamente
Durch klinische Studien mit ALS-Patienten sollen Medikamente identifiziert werden, die eine Verlangsamung der ALS erreichen oder zur Linderung von ALS-Symptomen beitragen können.

Die Testung von Medikamenten erfordert die Teilnahme zahlreicher Patienten und umfangreiche medizinische Untersuchungen. Durch die hohen Anforderungen an die Qualität und Sicherheit von Therapiestudien ist die Untersuchung von neuen ALS-Medikamenten aufwendig und kostenintensiv.

2. Zwerchfellschrittmacher
Eine fortschreitende Schwäche der Atemmuskulatur begrenzt die Überlebenszeit und Lebensqualität bei der ALS. Durch ein innovatives Operationsverfahren können Stimulationselektroden in das Zwerchfell implantiert werden, die eine elektrische Reizung und damit Unterstützung des Zwerchfells ermöglichen.

Diese Methode des Zwerchfellschrittmachers wurde in Europa erstmalig an der Charité im Dezember 2007 realisiert. Zur Überführung in eine Regelversorgung ist die Überprüfung des Verfahrens unter Studienbedingungen erforderlich. Dabei wird untersucht, zu welchem Zeitpunkt die Implantation eines Zwerchfellschrittmachers medizinisch sinnvoll ist und welche Wirksamkeit die neue Methode aufweist.

3. Innovation durch Telemedizin
Die Mehrheit der ALS-Patienten befindet sich in der häuslichen Versorgung, teilweise mit einer spezialisierten ambulanten Ernährungs- und Beatmungstherapie.

Zur Verbesserung der ambulanten Überwachung und Therapie werden an der Charité telemedizinische und internetbasierte Konzepte entwickelt. Dabei werden kontinuierlich medizinische Daten, z. B. der künstlichen Ernährung und Beatmungstherapie von zu Hause an die Ärzte der ALS-Ambulanz übermittelt.

Zusätzlich erhalten die Patienten eine internetbasierte Gesundheitsakte, in der die Patienten, Familienmitglieder, Pflegeteams und Ärzte den Krankheitsverlauf, die Therapieoptionen und durchgeführte Behandlungen erfassen. Durch dieses persönliche Internetportal wird die Kommunikation zwischen Patient und Arzt sowie anderen Therapeuten verbessert.

Die Pilotprojekte dienen dazu, die Machbarkeit und Vorteile telemedizinischer Lösungen aufzuzeigen, um in der Zukunft die Überführung in eine Regelversorgung zu ermöglichen.

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